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ſo gut wie gelungen, es konnte ihm nur lieb ſein, den unbequemen Mitwiſſer ſeiner Machinationen auf eine ſo bequeme Weiſe los zu werden.
Manchen guten Rath ertheilte er dem jungen Mann allerdings, wie er ſich in der Abgeſchiedenheit auf dem Lande, zu der er nun verdammt war, das Leben an⸗ genehm und genußreich geſtalten könne, gelobte, ſtets die aufrichtigſte Freundſchaft für ihn zu bewahren und dergleichen; doch von neuen Unternehmungen gegen den Neffen wollte er nichts wiſſen.
Herzer ſah ſich endlich genöthigt, mit dem Bewußt⸗ ſein, daß die Welt eine undankbare ſei und ſeine großen Verdienſte um die Frauenwelt zuletzt nirgends Aner⸗ kennung gefunden, zu ſeinem Vater zu reiſen und dort den niedergedrückten und demüthigen Sohn zu ſpielen.
Sein Vater nahm ihn zwar auf, doch hatte er nicht viel Wohlwollen für ihn, da ſeine bisherige Lebens⸗ weiſe dem alten Herrn ſchon manchen Kummer bereitet. Aus dem ſo übermüthigen Huſarenoffizier wurde nun ein ſimpler Landjunker, er trat für immer von dem Schauplatz des öffentlichen Lebens ab.
Allerdings blieb die Feindſchaft gegen den Frei⸗ willigen in ſeinem Herzen und wuchs immer mehr, je länger er über den Abend nachdachte, an welchem er ſich in einer ſo bejammernswürdigen Lage befunden;


