173
liche Unterſuchung zu fürchten. Und nun malte er ſich den Triumph des Freiwilligen vor— o wie mußte dieſer frohlocken!
Ein Schrei der Wuth entrang ſich dem Munde des Offiziers; er griff mit der freien Hand in die Taſche und ſuchte nach einem Meſſer, der Entſchluß war in ihm aufgetaucht, ſich das beſchädigte Glied abzuſchneiden.
Aber vergeblich bemühte er ſich, das ſcharfe Inſtru⸗ ment zu erreichen; er wußte, es ſteckte in der rechten Taſche ſeines Beinkleides, und in dieſe vermochte er in ſeiner Stellung mit der linken Hand nicht zu dringen.
Und neue Qualen marterten ihn. All die Damen, die ihn liebten, was ſollten ſie von ihm denken, wenn ſie das Unerhörte erfuhren? Womit konnte er ſich entſchuldigen? Er ſchauderte.
Immer heftiger wurde auch ſein phyſiſcher Schmerz; die Hand ſchwoll zu einer unförmlichen Maſſe an, er konnte nicht länger auf den Zehen ſtehen, ſondern mußte ſich völlig herablaſſen. Doch nun kannte ſeine Pein keine Grenzen mehr, er ſtöhnte wie ein ver⸗ endendes Thier. Dazwiſchen flehte er zu Gott und bat um Errettung aus ſeiner fürchterlichen Lage, in⸗
dem er gelobte, nie wieder von der Bahn des Rechts
abzuweichen, ſtets ein muſterhaftes Leben zu führen. Auch das ſchien nichts zu helfen, ebenſo wenig wie


