Teil eines Werkes 
3. Band (1870)
Entstehung
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vernahm die füßen Worte des Barons, und ein ver⸗ nichtender Ingrimm bemächtigte ſich ſeiner. Dieſes Mädchen, das ihn ſo entſetzlich getäuſcht und gar nicht beſtritt, diejenige geweſen zu ſein, zu der Herzer geſprochen hatte, wagte dennoch zu glauben, er werde ſchwach genug ſein, ſich von ihr aufs neue bethören zu laſſen. Was konnte, was wollte ſie zu ihrer Recht⸗ fertigung anführen? Hatte ſie etwa im Sinn, ſich mit einer augenblicklichen Schwäche und Verirrung zu ent⸗ ſchuldigen, oder wollte ſie überhaupt beſtreiten, von dem Baron geliebkoſt worden zu ſein? Eins von Beidem war nach ſeiner Meinung nur möglich und die eine wie die andere Ausflucht war ihm gleich lächerlich und verächtlich.

Und ſie erklärte ſich ſchriftlich nicht weiter über die Art, wie ſie ſich von jedem Verdacht reinigen könne. Die Schlaue, ſie wußte recht gut, daß briefliche Mit⸗ theilungen ihn nicht überzeugen, ſondern kalt laſſen würden; deshalb hüllte ſie die ganze Scene in ein Geheimniß und ſuchte ihn erſt wieder in ihre Nähe zu locken. War er wieder unter ihrem perſönlichen Ein⸗ fluß, dann durfte ſie ihren Verſtellungskünſten vertrauen und konnte mit ziemlicher Beſtimmtheit darauf rechnen, ihn von neuem zu fangen. Wer konnte aber wiſſen, welchen Hinterhalt ſie ihm wohl gar bereitet hatte,