Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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einer Prüfung zu unterwerfen, um daraus den Schluß zu ziehen, daß er ihr ebenfalls nicht gleichgültig ge⸗ blieben ſein könne, und ihre himmliſche Erſcheinung

or ſeine Seele zu zaubern.

3 Sein ganzes Sinnen war auf ſie gerichtet; als er

ſehr ſpät einſchlief, flüſterten ſeine Lippen noch den Namen Anna, während der Traumgott ſchon ſeinem Lager nahte, und am nächſten Morgen beim Erwachen entfloh ein Seufzer feiner Bruſt, den nichts Anderes hervorlockte als der Gedanke an die liebliche Gärtners⸗ tochter.

Gleichwohl wußte er keinen Rath, wie es ihm am ſchnellſten werde möglich werden, ſie wiederzuſehen und zu ſprechen. Er war ſich bewußt, daß, ſolange er auch ſchon in S. diente, ſie ihm noch nie begegnet ſei. Wenn alſo nur der Zufall ihn ein einziges Mal in ihre Nähe geführt hatte und ſie nun ferner unſicht⸗ bar für ihn blieb, was dannd? Unmöglich! rief er erregt. Aber wie konnte er ſeinem Glück zu Hülfe kommen? Dieſe Frage peinigte ihn unabläſſig. Er kannte ja weder ihren Namen noch ihre Wohnung. Freilich hätte er wohl am verfloſſenen Tage ganz wie zufällig bei ihren Freundinnen darnach fragen oder ſich ihr vorſtellen können, worauf ſie jedenfalls auch über ſich nähere Auskunft gegeben hätte, aber er war

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