Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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was in der Haſt los wollte, und den verzweiflungs⸗ vollen Sprung in das grimmig kalte Waſſer ge⸗ than, als hinter ihm ein Schuß, noch einer knallte. Beide Kugeln klatſchten nicht weit von ihm uͤber die Flut. Er ſchwamm mit Anſtrengung; am ufer hoͤrte er ſchreien und fluchen; dann vernahm er nur das Rauſchen der grauen Wogen, die ihm haͤufig uͤber den Kopf ſtuͤrzten. Er ließ ſich dem Strome nach treiben und ſah mit Bangigkeit die ſchreckliche Flaͤche noch ſo weit, ſo breit voraus, und kein Land. Das Gluck dieſes Augenblicks wollte, daß an der uferſtrecke hinter ihm kein Fahrzeug flott war; die Franzoſen hatten ſie alle ſelbſt bis auf die kleinſten Fiſcherkaͤhne an den Strand gebracht, und die Douanenboͤte ſchwaͤrmten gerade einige Stunden weiter abwaͤrts. Wie oft hatte Erwin ſein Daſein verwuͤnſcht! Hier galt es um's Leben. Ob er jetzt wohl ſchwimmen konnte? Die erſtar⸗ rende Käſte, die ſchwere Arbeit, die lahmende Angſt; alles uͤberwand er; nun, mit welchem Entzuͤcken! fühlte er Grund, nun watete, nun mit ganz er ſchoͤpfter letzter Kraft ſtuͤrzte er auf den uferſand. Es war nicht lange zu zoͤgern. Gewaltſam wieder aufgeraft, eilte er in das naͤchſte Bauernhaus, auf