Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

und beſchwur ſeine ſchoͤne Gegnerin, eine beſſere Meinung von ihm zu hegen.

Nichts! Nichts! war die Antwort Flugheit und nur die Klugheit iſt Ihr Ideal und Ihre Fuͤh⸗ rerin. Schon recht! Ein treues Herz und ein inniges Gefuͤhl wer das noch berechnen will, der trägt heimlich einen gefaͤhrlichen Brand mit ſich herum, den ihm der kalte Sturm unſter Zeit ent⸗ weder bald ausloͤſcht, oder zu ſeinem Verderben

in wilde Flammen aufjagt. Sie ſagte das

ſo ſchmerzlich, als haͤtte ſie bittere Erfahrungen gemacht; und fuhr dann mit einer erkuͤnſtelten Ruhe fort: Ihre Couſine trifft es am Ende weit beſſer als Sie glauben; Paſer iſt zwar ein ſehr mittel⸗

maͤßiger Menſch, er iſt bornirt und eitel, aber gut⸗

muthig und nichts weniger als eigenſinnig.

Das weiß Gott! rief Erwin Worauf ſoll denn ein Menſch eigenſinnig ſein, der noch in ſei⸗ nem ganzen Leben keine eigne Meinung hatte?

Deſto beſſer fuͤr ſeine Frau, ſagte ſie, und wie⸗ der fuͤr ihn; denn etwas unverſtaͤndiges wird ſie nicht wollen; ſo nennen die hoͤſlichen Maͤnner jede poetiſche Phantaſie, die uns einmal durch den Kopf fährt. Bei Valerien ware er in dem Punkt