Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

29

unrecht nachſagen zu hoͤren, ſo gewaͤhrt die Er⸗ ſcheinung eines ſolchen Ehrenmannes, der ſeinen Stand ziert, doch eine herzliche Freude. Ich nehme gar zu gern den Hut ab vor einem, der aus den Engen und Quetſchungen des ſogenannten großen Lebens ſeinen ernſthaften Willen unange⸗ taſtet hindurch gebracht hat. Das Kunſtſtuͤck, mit Bewußtſeyn ein reiner Menſch zu bleiben, gelingt doch gar zu ſelten. Es fragt ſich, ob ſtrenge Re⸗ ſignation im Allgemeinen, oder kraftvolle Ent⸗ ſchloſſenheit in einzelnen Faͤllen dabei das meiſte thun. Wo das eine, und wo das andere von noͤthen ſei, haͤngt natuͤrlich von beſonderen Umſtan⸗ den ab; daß aber beide zuſammen wirken muͤſſen, iſt nicht zu zweifeln. Es iſt mir ſchon bekannt, ſagte Erwin, wel⸗ chen hohen Werth Sie auf die Faͤhigkeit zu einem entſchloſſnen Wollen legen. Ihr geſtriges Geſpraͤch mit Herrn von Paſer hatte an mir einen unwill⸗ kuͤhrlichen Zuhoͤrer, den Sie nicht vermutheten. Gottes Lohn dafuͤr! lachte Serraval, ſo habe ich doch vor Jemanden gered verſtanden hat, was Herrn von P nicht leicht iſt. Er ſchien doch, verſetzte