Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

mußte nun alſo zur Ausruͤſtung fuͤr dieſe neue Laufbahn das Noͤthige geſchehen. Zum Noͤthigen aber rechnete man ſo viel, daß die beſchraͤnkten vorhandenen Mittel nicht ausreichten.

Das Auftreten des Sohnes ſollte doch dem Namen ſeines Vaters Ehre machen, und dieſe Ehre fuͤhrte zu bedeutenden Aufopferungen, wovon der Gutsnachbar des Landraths den weſentlichſten Vor⸗ theil zog. Der Major hatte noch mehr als einen lebhaften Wortwechſel mit ſeinem Bruder, den er nicht uͤberzeugen konnte, daß er mit unſinniger Af⸗ fenliebe das Ungluͤck ſeines Sohnes bereitete. Als aber nun der Landrath aus wohlgemeinter Abſicht in ſeinen Geſpraͤchen mit Erwin immer das wich⸗ tige Thema vom behutſamen Benehmen, von den⸗ Verhaͤltniſſen, von den Gefahren ſeines kuͤnſtigen Standes, vom Carriere machen und dergleichen eroͤrterte; da verdammte der Major ſich mit dem ernſthafteſten Fluch zum verdrießlichſten Stillſchwei⸗ gen. Seinem Unmuth gegen den gleichgeſinnten Bernhard Luft zu machen, mußte er ſich aber auch verſagen, weil er den Sohn wohl nicht zum Richter uͤber den Vater machen konnte. Indeſſen ſchloß er ſich noch herzlicher als vorhin an dieſen an. Jenen