Teil eines Werkes 
14. Band, Sommermalven : Erzählungen und Novellen : 1. Band (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

NN 23

Wir leben ja auch in den Zeiten und dem Lande der Wunder! verſetzte Ruſchuck:Es freut mich jedoch, daß ein Auftrag des Soliman Bey meinen wilden Jungen vorgeſtern nach dieſer In⸗ ſel gefuͤhrt, und mir ſomit vergoͤnnt, die bei⸗ den Vettern einander vorzuſtellen.

Während er noch redete, braußte ein wil⸗ des Roß in den Hof, den man, da gerade ein Diener mit einigen Lichtern unter bunten Glas⸗ kugeln durch die Thuͤre ſchritt, von Fackeln erhellt, erblickte.

Der tobende Gaul, auf deſſen Ruͤcken ein felſenfeſter Reiter ſaß, praͤchtig gekleidet, auf praͤchtigen Decken, machte in der Mitte des Hofraums noch einen raſenden Sprung, und ſtand unmittelbar darauf, von der Gewalt des Herrn gebaͤndigt, unbeweglich und geſtreckt, als waͤre er aus Erz gegoſſen, ſteif und ſtille: nur die dampfenden Nuͤſtern verriethen Leben.

Der Reiter in der bequemen und zierlichen Mameluckentracht der ägyptiſchen Gardeeliten, ſprang behend und geraͤuſchlos vom Sattel,