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los, ſtürmte in den dickſten Wald, warf ſich heulend auf den kalten Boden, drückte ſein thränendes Geſicht in die rau⸗ ſchenden Blätter. Aber als der Morgen dämmerte, und das bekannte Zeichen die Genoſſen zuſammen rief, daß ſie ihre Straße weiter zögen, ſtieß auch Heinz wieder zu dem Häuf⸗ lein, mit trocknen Augen und eiskaltem Antlitz. Wenn jedoch ſein Auge nicht weinte, ſeine Lippen nicht redeten, ſo glühte deſto ſtärker ſein Gehirn, und brütete über gefährlicher Rache Gedanken. Wildherr vertraute der Zeit und ihrer verſöh⸗ nenden Kraft, richtete fürder die Rede nicht mehr an den Jüngling, und machte den Wegweiſer ſeiner Leute, rechts und links über Berg und Thal. An gewiſſen Stellen des Forſt ſchloßen ſich neue Gefährte dem Trupp an: der ver⸗ ſchwiegene Hünerkogel, der in Elend und Noth abgehärtete Schildbauer, der blindergebene Nickel, alle wohl mit Waffen verſehen, und willig folgend dem gewohnten Führer.
So richtete ſich's, das ſie bei guter Tagszeit in die Nähe der Schlucht kamen, wo einſt Friſchhans gehaust. Da machte ſich Heinz an den Wildherrn mit dringender Bitte:„Wenn Du, wie Du ſagteſt, heut Nacht in das Kloſter willſt, Deine Braut zu holen, ſo geſtatte, daß ich den Kundſchafter mache. Es reißt mich fort mit Rieſengewalt nach jenem Hauſe, und ſiherlich werd' ich eine Stelle finden, die uns Einlaß geben mag. Beſorge nichts von meiner voreiligen Zunge, fürchte nichts von meinem Schmerz. Ich will ruhig liegen vor jener Trauerhöhle, lauernd wie ein ſtilles Wild. Doch wird mir beſſer zu Muthe ſeyn, als jetzo, da mich ſchier das Blut erſtickt, ſo ſtürmt es an mein Herz.“— „Geh hin, armer Bube,“ hieß des Wilherrn Antwort, und Heinz verfolgte dankend allein ſeinen Weg gen Gnadenzell. Als der Hauptmann wieder zu dem Trupp kam, fragte ihn der Ritter Friedingen:„Haſt Du einen Streich vor, Wild⸗


