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teln? des Todes iſt, wer nicht zur Stelle ſchweigt. Schei⸗ benhart, mein wackerer Knabe, führe den Junker weg, bis an das Thor von Reutlingen, binde ihm dort die Hände los und laſſe den Filz laufen.“
Scheibenhart, der wackere Knabe, einer der grimmig⸗ ſten Knechte des Wildherrn, riß den Edelmann beim Kra⸗ gen auf, und ftürzte ſich unverzüglich mit ihm den Holz⸗ ſchlipf hinab, daß der Forſt hallte, und dem Junker Hören und Sehen verging.— Kaum war es im Grunde wieder ſtille geworden, ſo ſprach der Wildherr zu den Seinen: „Gedenkt ihr, blinde Tröpfe, denn nicht mehr des letzten Willens unſers ſeligen Hauptmanns, dem der Himmel eine
fröhliche Urſtänd verleihe? Gebot nicht der tapfere Hopp
auf ſeinem Sterbebette, daß wir ſeine Landsleute, die von Hall, ſtets bei Ehr und Leben halten ſollen? Potz rother Blunder! Ich will Euch lehren, Euerem Gelöbniß treu zu ſeyn. Dieſe beiden Schelme da werden ſchon anders pfei⸗ fen. Du, Gauner von Ehningen, und Du Kloſterknecht von Güterſtein, wißt Ihr ſchon, wie hoch der Galgen iſt? welcher Teufel hat Euch geritten, daß ihr unſern armen Klaus nieverſchlugt, den herzhaften Heinz vor Gericht ſchlepptet, und des Wildherrn Namen in Euere ſchmutzige Mäuler nahmt? Schleppt die Hunde heran, daß ſie mir in's Geſicht ſchauen.“ Er ſchwang einen Feuerbrand auf, beleuchtete damit ſeine fürchterlichen Züge, und höhnte den niedergeſchmetterten Schlachtopfern zu:„Heda, ihr Pfaffen⸗ und Judengeſindel! war ich dabei zu Sanct Johann? eer⸗ kennt Ihr mich wieder? iſt's wahr, daß ich Dir, Du Ha⸗ ſenfänger, einmal vas Leben ſchenkte? Walzfrieder, bedanke Dich doch bei den Schelmen, daß ſie Dich für den Wild⸗
herrn angeſehen; aber Euere Hoffart, mit meiner Bekannt⸗
ſchaft Euch zu brüſten, ſoll vergolten werden. Jetzt könnt


