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heute Alles verloren habe,— das Inſtrument ſogar, das meinen Jammer erheiterte, indem es mit mir weinte, klagte und zuͤrnte lv
„Faſſen Sie Muth!“ ſagte ich troͤſtend: Ihre Habe muß Ihnen unverloren ſeyn. Laſſen Sie nur den Sturm des erſten Angenblicks voruͤber gehen.—
„Und was liegt am Ende daran, fiel Tidolf, der Theil an der Dame zu nehmen begann, gutmuͤthig aufbrauſend ein,«wenn man eine gebrechliche Violine verliert, hat man dafuͤr nur ein Paar ſtarke Menſchenherzen gefunden!»
„Duͤrfte ich das hoffen? verſetzte die Fremde eintoͤnig, und trat am Arme des Hausherrn in die Flur des Schloͤßchens, wo Bediente mit Lichtern ſie empfingen. Aus einer Seitenthuͤre ſah ein baͤrtiger Mann im Nachtgewande, und ſtreckte dem Baron die linke Hand entgegen, da er die rechte in der Schlinge trug.— Will⸗ kommen! Warum ſo ſpaͤt, mein feindlicher Freund, und freundlicher Feind?— ſagte er.


