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die Kuͤnſtlerin unter Thraͤnen:„Gewiß ſucht man mich bereits im Gaſthofe. Meine Ketten liegen wieder bereit. Nur auf Sie baue ich Nur auf Sie und die Nacht.—
Hier war keine Zeit, nicht der Ort zu Er⸗ klaͤrung. Ich wuͤnſchte der armen Frau beluͤlf⸗ lich zu ſeyn, eine Gefahr zu vermeiden, die ich zwar nicht kannte, an die ich jedoch glauben mußte. Aber zugleich fuͤhlte ich wohl, daß ich zuerſt frei ſeyn mußte, um ſie zu befreien. Ich wandelte pruͤfend an den Fenſtern der Buͤhne umher. Ein halbgeoͤffneter Fenſterladen fand ſich im Winkel— alle uͤbrigen waren feſt ver⸗ ſchloſſen und mit Eiſenſtaben verwahrt. Ein maͤßiger Sprung konnte mich von dem offenen Fenſter zum Boden fuͤhren. Ein abgelegenes oͤdes Gebuͤſch umſchattete die Ruͤckſeite des Hau⸗ ſes. Das Abendroth wandelte ſich bereits in Grau. Ich rief meiner Gefaͤhrtin zu, Muth zu faſſen, mir zu vertrauen und ſtille zu ſeyn; ſpring alsdann kurz und gut hinab. Auf der


