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weiße Binde hervor, und ſprach:„Keunſt Du dieſen Fe⸗ ten, Ramers? Er ſoll beſſer ſehn, als ein Amulet, und die Sieger belehren, daß ſie in mir, wenn's einmal drun⸗ ter und drüber geht, einen braven Katholiken zu vereh⸗ ren, und nicht einen Wiedertäufer todt zu ſchlagen haben.“
„Er hat das Zeichen,“ ſagte Ramers zum Tafeldecker. „Nun das Wort?“
Helcueper raunte ihm zu:„Wald...4—„Eck 6 ergänzte Ramers, ihm fröhlich die Hand reichend.„Wer hat Dich zum Vertrauten gemacht 2“ forſchte er nach.—
—„Der ſogenannte Jütländer wars, der Henſel, der vom alten Mengersheim eine Ermahnung an mich im Sacke trug. Ich habe ihm gleich mit der That, die kurz zuvor der Nachtſchütz begangen, geantwortet, und wir ſind als die beſten Freunde geſchieden. Ich brenne, ihn wie⸗ derzuſehen, das Schwert hoch, die Kuger zwiſchen den Zähnen. Es eilt, lieben Leute, es eilt, bei Gott. Der Hunger wirkt unerbittlich; Leichnam an Leichnam auf den Schutthaufen in den ſonſt ſo reinlichen Gaſſen, in den Winkeln der Häuſer; Geſpenſter ſtatt lebendiger Men⸗ ſchen auf den Wällen.. ſelbſt bei Hofe werden die Biſſen ſchmäler, und die Wiedertäufer, die in Amſterdam nach dem großen Auflauf gehenkt wurden, werden uns zu Münſter nicht viel nützen. Der Schneider iſt ganz ver⸗ rückt vor Angſt und Argwohn; er träumt jetzt nur von Meuchelmördern, die ihm nachſtellen; er trägt einen Pan⸗ zer unterm Kleide; er weiß nicht mehr, was Schlaf iſt, und ſieht ſelbſt am Tage Spuckgeſtalten ohne Kopf, die ihn umringen. Es drängt den Biedermann, ein Ende zu machen; doch ſpinnt er mit ſeinem Weibsbild, der Diwara, irgend einen Anſchlag im Dunkeln. Das Dringendſte folgt jetzt. Es iſt geſtern abermals ein Rath gehalten worden, und ich war dabei, nämlich mit dem Ohr an der Thür⸗ ſpalte. Da haben die Herren Statthalter und Herzoge ausgemacht, daß, ſo bald die letzte Krume aufgezehrt ſeyn


