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bor Mühlheim und Spejus, die Befehlshaber des Fuß⸗ volkes; die Fahndriche Aldenzeet, Schbnhof, Johann von Jülich und Rynald Volkmar; nebſt mehreren andern Beireitern.
— Die Begrüßung war kurz. Die meiſten der Herren, ſowohl von der einen als von der andern Partei, kannten ſich, ſchienen jedoch nicht aufgelegt, die Bekannt⸗ ſchaft zu erneuern. Der Herr von Büren allein konnte ſich nicht enthalten, den erſten Fähndrich anzureden:„He, Infans von Aldenzeel, der Du einſtens Fiſchmeiſter bei meinem Vetter, dem Dechant, geweſen, wie kamſt Du in die kriegeriſche Ruſtung, worinnen Du ſteckſt, kurz und rund, wie ein Karpfen in ſeinen Silberſchuppen 2“
„Fluch allen Heiden!“ ſagte hierauf Infans Aldenzeel mit wilder Tücke:„Wer biſt Du, ſchlaffer Burſche mit der Pfauenfeder, duß Du alſo mit mir redeſt? ich kenne Dich nicht; oder Du wärſt vielleicht ein Rabe, der aus dem Schilde ſeines Zwingherrn fiel!“ ²)
Der Domherr ſah zu dieſer Rede ſcheel, wie ein Ranbvogel; doch ſchwieg er, da er hinter ſeinem Rücken flüſtern hörte:„Herr von Mengereheim, bittet Eure Frennde, daß ſie kein unſchönes Wort in der Stadt ver⸗ lieren. Ihr Ausgang durfte ſchwieriger als ihre Ankunft ſeyn, ſobald ſie nicht verſtehen, eine Beleidigung mit Stilſchweigen zu erwiedern.“
Der alſo zum alten Ritter ſprach, war Rynald Volk⸗ mar. Mengerspeim kaunte ihn nicht, doch nickte er ihm dankhar zu, und prägte ſich das edle kummervolle Geſicht des jungen Mannes in's Gedächtniß ein.„Der da ſcheint* auch zu gut für dieſe Gräuel,“ ſeufzte der Greis für ſich, während der Herr von Büren den ſchulfüchſigen Spaß
*) Anſpielung auf das Waldeck'ſche Wappen, worinnen Raben⸗ oder Adlerköpfe vorkommen, ſo wie Pfanenfedern auf einigen ſeiner Helme.— Auch das Stift Münſter führte drei ſtehende ſchwarze Vögel im Wappen.


