Teil eines Werkes 
53. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 3. Band (1840)
Entstehung
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iſt nicht Anderer Schnld allein geweſen. Wo iſt

Land? Verſunken in namenloſen Jammer, in klä Armutb. Was

as iſt aus dem Fürſten geworden? ſeine Schäße, ſein Anſehen, ſein Ruhm ſind dabin. Ihr be⸗ klagt Euch, daß Ihr verlaſſen ſteht? Der Unbarm⸗ herzige hat keine Freunde, gnädi Herr. Nur der liebt kann Liebe anſprechen. Der Eigenſinnige, Ew.( hat auch keine Rathgeber mehr, er hat nur Knechte, die ihn meiden, ſobald das Unbeil vollends bereinbricht. Dieſe Freimüthigkeit empört Ehch, mein Fürſt? ich werde ſie dem Kapitel und dem Adel vorlegen und unterwerfen, ich werde ihnen ſagen, wie Ihr meine Würde beſchimpftet, und verlangen, daß das Wohl des Landes geſichert werde, da dem Biſchof nicht mehr geholfen werden kaun.

Welche Schmähungen! fuhr der Graf von Waldeck auf:Ihr verwirkt Euer Leben.

Weiſe ihn von hinuen, o Herr! flüſterte ihm Maria wild und dringend zu.

Unerſchüttert bückte ſich Mengersheim vor dem Biſchok und fuhr mit der Hand in ſeine weißen Haare:Laßt dieſen Schädel nur auch zu den Köpfen Eurer Krieger werfen, Biſchof von Münſter, mein ſtummer Mund wird immer noch lant genug predigen, daß Ihrverloren ſeyd, wenn ihr vicht die Grauſamkeit bändigt, die ſeit geraumer Zeit Eure Hanblung bezeichnet, wenn Ihr nicht den abergläubiſchen Bann abthut, worein dieſes betrügeriſche Weib Eure Sinne ſo ſchnell und ſo gefährlich gezaubert 5

Weh mir, ich eine Betrügerin? welch bittern Kelch gibt mir dieſer rachgierige Greis zu trinken!

Eutfernt Euch! grbot Waldeck, der ſeines Zotnes nur mit Mühe Herr wurde.

Mengersheim fuhr, dieſen Befehl überhörend, mit wochſender Sicherheit fort:Ja, Du fremdes nächtliches Gebilde, ich nenne Dich eine Betrügerin. Ich weiß nicht,

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aden aden,