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Mauern darnieder, die ench trotzten. So viele Schwerter, ſo viele Fahnen, als der Henker auf jenem Plane knickeh wird, ſo viele Waffen und Banner werden ſich gegen Euch kehren, während ein Wort der Gnade ſie für Euch in's Gefecht treiben würde. Wer Euch den Rath zum Morden gegeben, that Unrecht. Wäre aber Euer Herz allein der ſchuldige Theil, ſo perhindert, daß es in frucht⸗ loſer Reue verblute.— Bin ich's nur, ich, der Greis, der Euch mit Bitten bedrängt? Fabelt vielleicht aus mir die Kraftloſigkeit des Alters? Hätte mein Gedächtniß Lücken bekommen, daß es ſich nicht mehr den Anforde⸗ rungen männlicher Kriegerehre erinnerte? Bangt mir etwa vor meinem baldigen Tode und der Rechenſchaft von meinen Thaten? Wollte ich vielleicht jene Verbrecher retten, um meine eigenen Verbrechen zu ſühnen, und auf den Für⸗ bitten der Begnadigten gen Himmel zu fahren?— O nein, gnädiger Herr. Vor Kurzem ſtanden ſie noch vor Euch, die kräftigſten, für Kriegsehre begeiſterten Maͤnner, die noch nicht ergraut ſind im Sturm des Lebens, die noch lange Jahre vor ſich haben bis zu Tod und Buße, die noch ſtreng und raſch im Urtheil ſind, weil ihr Blut ſtark und emſig wallt;— nnd ſie alle haben dieſelbe Bitte an Euch geſteut! Und Ihr widerſtrebt, Ihr, ein Fürſt der Kirche? Ich ſtaune darob, und zehnfach wundert mich, daß ein Weib neben mir ſtehen mag, ohne ſeine Bitten mit den meinigen zu verbinden.“
„Weil ich ein Weib bin, miſche ich mich nicht in die Handlungen unſers fürſtlichen Herrn,“ erwiederte die fremde Maria finſter.
„Nicht?“ fragte Mengersheim, und ſeine Augen leuchteten als wie von aufziehenden Gewittern:„Erlaubt, daß ich dieſes bezweifle. Erlaubt ſogar, daß ich mich in Eure Handlungen miſche.“
Maria erblaßte. Der Biſchof trat feſten Fußes zwiſchen ſie und den alten Ritter, dem er zurief:„Schweigt;


