Teil eines Werkes 
17. Band, Winterspenden : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1833)
Entstehung
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gen Bedienſteten, wenig beachtet hatte. Er hoffte von ihr zu erfahren, welche Bewandtniß es eigentlich mit dem Italiener habe; aber Alles war vergebens. Niemand beſaß weniger Eduards Vertrauen, als gerade ſeine Gattin, und ſie, jede hinterliſtige Forſchung verachtend, gab dem neugierigen Geiſtlichen den Rath, ſich eher an den rothen Lakaien zu wenden, an den eigentlichen Schluͤſſel⸗ und Geheimnißbewahrer des Herrn. Dieſer Menſch, den der Markgraf aus Polen mitgebracht hatte, ſchlechtweg der Rothe genannt, nach der Farbe ſeiner Haare, und dem Scharlach ſeiner praͤchtig geſchmuͤckten Livree, hatte die Gunſt des Fuͤrſten im hoͤchſten Grade gewonnen, war von jeher ſein Leib- und Liebediener geweſen, ein getreuer Helfer in den mannigfaltigen Liebesabenteuern ſeines Herrn, wie auch ein unermuͤdlicher Spuͤrhund und Agent in deſſen zahlloſen Geldverlegenheiten und Leihgeſchaͤften. Unbedingt dem Willen des Gebieters unterworfen, verſäumte er dabei, wie

es hieß, ſeinen eignen Nutzen nicht, und ſo ging