ihren Geſchaͤftsverhandlungen zu uͤberlaſſen, und
fluͤſterte,— jedoch ziemlich vernehmlich, dem Grafen in's Ohr:„Ohne Umſtände, lieber Vet⸗ ter! Dieſe Frau iſt nicht meine Gemahlin, ſon⸗ dern nur meine Freundin und Begleiterin!“— Dieſe Worte, die Marie nur allzuwohl vernahm, und welche die Arme auf die Stufe einer Curtiſane ſetzten, waren Dolchſtiche fuͤr ihr zärtliches mißhandeltes Herz. Zwar bewog das Gefuͤhl des Anſtandes,— das Maria, das wohlerzogene Fraͤulein, die ehemalige Hofdame der Mutter des bekuͤhmten Alexanders von Far⸗ neſe, des Herzogs von Parma, nie verließ,— Eduards Gattin, bis zu Ende der Tafel aus⸗ zuharren, obſchon jeder Biſſen in ihrem Munde quoll, und aufdraͤngende Thraͤnen ſie zu erſticken drohten. Als aber der Nachtiſch aufgetragen, und die Tafel mit den tryſtallnen und ſilbernen Weinflaſchen beſetzt worden war, verließ Maria die Männer, unter dem Vorwande, ſie ungeſtört
floh in den Garten des Hauſes, deſſen hinteres Pfoͤrtchen auf ihr Lieblingsplätzchen fuͤhrte. Es


