Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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in's Waſſer! Viele darunter:Laßt ſie ziehen, die Elenden. Gott ſteh' ihnen bei!

Ein neuer Bund! rief wieder Schomacker, Juns Rechte erfaſſend, während Matthieſen ſich der Linken be⸗ mächtigte:Ein neuer Bund, ein ſtarker Bund! Es folge uns, wer mit dem Zeichen des Bundes geheiligt zu werden ſtrebt!

Geſchwinde, geſchwinde, ehe die Bürgermeiſter kom⸗ men, riethen diejenigen unter dem Volke, die es mit den Sektirern hielten, und drängten ſich um ſie, als eine Leibwache.

Welch Geſindel! lachte Rotger, und ſummte vor ſich hin das weſtphäliſche Sprichwort:Reiten und Rau⸗ ben, das iſt keine Schande! das thun ja die Beſten im Vaterlande!

Darum eben bedarf es eines neuen Bundes, ent⸗ gegnete Rynald mit flammenden Augen, ſeine Lieblings⸗ gedanken wieder heftig erfaſſend:Wenn nicht vom hohen Himmel gegen die Zwingherrſchaft im Vaterlande das Heil und der Sieg ausginge von wannen dann? Ja ein neuer Bund, ein ſtarker Bund!

Wir gehen, Jan! ſoll meiner Mutter Weiſſagung an Dir zu Schanden werden? fragte Schomacker mit fanatiſcher Wildheit. Von dem Sturm, der zu Zei⸗ ten ſein Gehirn ergriff, hingeriſſen, Natje's Geſpenſt fliehend, nach Diwara's Reizen ſtrebend, Verfolgung und Strafe fürchtend, ſprang Johann Bockelſon von ſeiner Schwelle in den Haufen, und zog mit ihm von dannen.

Bringt ihn zurück, bringt ihn zurück, um Gottes⸗ willen! wehklagte Miekje, und Rynald eilte, ihre Bitte zu erfüllen, dem Zuge nach; aber wie der räthſel⸗ hafte Schwindel des Veitstanzes, wie die Raſerei der Geißler einſt anſteckend und verheerend auf Tauſende ge⸗ wirkt, die anfangs nur Zuſchaner zu ſeyn begehrten, ſo