Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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Münſter werden dieſes Häuflein gleich zerſtreuten Scha⸗ fen aufnehmen, und in ihre Herzen den Saamen des wahren Chriſtenthums legen. Folge uns, Jan Bockelſon. Folge uns! wiederholte Schomaker ſelbſt, der mit ſeinem Zuge vor den drei Heringen anhielt, und die Sänger ſchweigen machte:Sohn einer frommen, heiligen Mutter, thue Buße wie wir, und ſuche den Vater. Es iſt geſchrieben, daß Dir Großes vorbehalten. Wirf Alles hinter Dich und ſchleppe das Kreuz. Die Armen werden reich ſeyn, und Manna wird träufeln, unſern Hunger zu ſtillen.

Jan zauderte muthlos. Die Bewohner der Stadt ſtrömten auf's Neue zuſammen. In den Gaſſen wogte und tobte Alles.Wiedertäufer, Wiedertäufer! ſchvieen Pöbel und Gaſſenjungen, ohne zu wiſſen, was dieſes Wort bedeute. Stadtknechte flogen nach dem Rathhauſe, die Bürgermeiſter zu berufen. Die Quartierhauptlente wollten den Schwarm auf den Straßen zerſtreuen; ver⸗ gebens.

Die Waller erhoben wieder ihre Stimmen im Ge⸗ ſang. Mitten hindurch ſchrie Miekje aus dem obern Fenſter des Hauſes, ihr Kind zeigend:Jan, Jan! was willſt Du thun? Bleib', verlaſſe mich nicht, und Dein Kind!

Er ſah ſich ſchnell um, und ſtrauchelte, indem er ſich eben ſo ſchnell, die Hände vor den Augen, abwendete: Thut mir die Dirne, thut mir das blutige Kind weg, murmelte er. Seine mit Verbrechen beſudelte Einbil⸗ dungskraft zeigte ihm nicht Miekje und ihr Kind, ſon⸗ dern die Geſpenſter der Natje und ihres Säuglings.

Chriſte, Herr, erlöſe uns! ſangen die Waller. Einige brüllten überlaut:Büßet! beſſert euch! krenziget euch! Und darauf das Volk:Schlagt ſie todt, werft ſie

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