Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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Zähne, Krallen und Zungen des triumphirenden Baal, der auf den Herrlichkeiten der Welt ſitzt, als ein Baſilisk. O Herr! die Unterdrückten deines Volks ſind die Gerech⸗ ten deines Volks, Du haſt's verheißen: Du wirſt einſt mit ihnen über die Heiden zu Gericht ſitzen, und einer deiner Kämpfer, ein tapferer Held, wird mein Sohn ſeyn, mein Kind, das ich geboren mit Luſt und ohne Leiden, das ich ſelbſt geſehen, umgeben von einem Strah⸗ lenſchein, das auf die Welt kam mit dem Häubchen der Glüͤcklichen, das die Erde anſchrie, da juſt ein fremder, drohender Stern mit feurigem Schweife am Himmel ſtand, ein vollgültig Zeichen deines Zorns und deiner Strafe! Die Frau ſchien gen Himmel zu ſchweben, ſo ſtreckte ſle ſich in verzückter Wuth auf den Zehen empor. Wild und trunken flackerten ihre Augen, und ihre zitternden Hände faßten die Hände Johanus, denen ſie ihre fieber⸗ hafte Erſchütterung mittheilten. Der junge Mann, deſ⸗ ſen ausſchweifende Einbildungskraft felber uur zu gern dahin flog auf den Fittigen wildſinnlicher Träumerei, hatte alle Mühe, ſeine Faſſung vor der Begeiſteruna ſei⸗ ner Mutter zu behaupten. Adelheid mäßigte ſich indeſſen ſchnell, ſchlug die Blicke nieder, rieb ſich die Stirne, und fuhr, wie ſie angehoben hatte, fort:Aber auch die Ge⸗ rechten ſind ein Pfuhl der Schmach, ſind Gefäße der Schande vor den Augen des allmächtigen Könias der Welt. Der Unterjochte, der Knecht, der Hund kann nſcht tugendhaft ſehn, weil ihm der Schlamm der Dienſt⸗ barkeit anklebt, weil jede ſeiner Handlungen ein Betrug, jedes ſeiner Worte eine Lüge iſt. Darum thut Buhße, und waſcht den Schlamm eurer Sünde mit einem neuen Heilbade von eueren ausſfätzigen Körpern. Mein Sohn, Du mit dem Namen des heiligen Täufers, zieh' ein hoch⸗ zeitlich Gewand an, und taufe Dich und Dein Volk rein von der Erbfünde, denn ſeit dem Erlöſer iſt keine Tauſe