Teil eines Werkes 
51. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 1. Band (1840)
Entstehung
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frommt. Ich vergebe Euch, was Ihr an mir gethan, aber das Gericht kömmt.

Eine Familie von Verruͤckten! murmelte Coshorn zwiſchen den Zähnen, und ſaste darauf, ſich eilfertig em⸗ pfehlend:Allerdings iſt's an der Zeit, da ihr das Haus zu räumen habt. Schafft daher auf's Schnellſte Eure Fahrniße von hinnen, ehe die Gerichte kommen, Euch zu treiben von dem Platze, den ihr güͤtlich nicht verlaſſen wolltet.

Phariſäer! ſchalt dem Gehenden Johann nach, mit der geballten Fauſt drohend.Und wir müſſen ohn⸗ mächtig zuſehen, wie ſie uns ſchinden, die Zöuner und Sünder!

Du haſt's gehört, mein Sohn. Wir müſſen uns beugen. Für uns iſt kein Recht vorhanden.

So wollte ich, daß ich nie geboren worden! rief Jan in zügelloſem Aufbrauſen, ſein Haar raufend, ſeine Bruſt ſchlagend.Mutter! Euere Suͤnde und Thor⸗ heit bringt Schmach auf Kind und Kinbeskinder. Ihr werdet dem gewiſſenloſen Vater nicht im Paradieſe be⸗ gegnen.

Schilt nicht in Deinem Grimm die Aeltern, Johann. Der Selige hat Dich anerkannt, hat viele Jahre treu für Dich geſorgt, und hätte gewiß das alte Teſtament. mit einem neuen günſtigern verwechſelt, wenn nicht der Tod und endlich, lieber Sohn, ſind wir gewiß von dieſen Holändern betrogen worden.

Ja, ja, wir wiſſen's, und müſſen's leiden! Wer ſind wir denn, daß wir uns ſchmiegen, kriechender als Hunde? Ohnmächtige Wuth, die grauſamſte Wuth! O, daß ich die Ungeheuer zertreten koͤnnte, wie ich dieſe Spinne unter meinen Sohlen zermalme! Daß noch ein zorniger eifriger Gott aus den Wolken blitzte, wie ehe⸗ mals! Hört, Mutter, ich habe die Bibel hin und her, rückwärts und vorwärts geleſen, aber ſtets gefiel mir am