Teil eines Werkes 
52. Band, Der König von Zion : romantisches Gemälde aus dem sechszehten Jahrhundert : 2. Band (1840)
Entstehung
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neuen Herrſchers trunken waren. Die Stadt wiederhallte von dem Geſchrei.

Lange konnte ſich Jan nicht verſtändlich machen. Eud⸗ lich nachdem der Lärm ſich gelegt hatte ſagte er: Was dieſer ehrwürdige Samuel geredet wiſſet es, Iſraeliten das hatte mir ſchon längſt der Vater ge⸗ offenbart. Doch ſchwieg ich aus Demuth, und wartete der Stunde der Offenbarung in Gehorſam. Es hat mir nicht die Sorge, ob ich dem Amt, das mir vom Himmel verliehen iſt, würdig vorſtehen möchte, den Mund ver⸗ ſchloſſen. Die Gnade des Vaters iſt mit mir, und ſein Beiſtand macht mich ſtark. Ich werde die Guten beloh⸗ nen, die Böſen züchtigen. Wehe dem, der da murrte gegen die Rathſchlüſſe der Vorſehung! Wahrlich: wenn ihr alle, und mit euch die ganze Welt, gegen mich ſtün⸗ det, als gegen einen einzelnen ſchwachen Mann ihr müßtet unterliegen; denn es ſteht geſchrieben vom An⸗ fang der Zeiten an. Seht vor euch dieſe Verbrecher, die in ihren Banden zittern. Sie ſollen gerichtet wer⸗ den, die ſich nicht bekehren! Knipperdolling! ihr Gericht ſey Deine letzte Handlung als ein Schwertführer in Iſrael. Der tapfere Nyland trete an Deine Stelle, denn Du ſollſt Stadtvogt in Zion und dereinſt mein Statthalter in allen deutſchen Landen ſeyn, wann mich der Herr be⸗ rufen wird, die andern Reiche der Welt zu erobern. Ihr Aelteſten von Iſrael, eure Zeit iſt um; aber ihr ſollt glänzender und ehrenvoller denn zuvor mir zur Seite ſtehen, und den Vornehmſten der Erde nicht weichen.

Die Aelteſten, durch dieſe Worte etwas beruhigt, gaben gehorſam ihre Schwerter in die Hände Duſent⸗ ſchuers ab, der ausrief:Alle dieſe Schwerter ſind in ein einziges der Gewalt verwandelt, und dieſes ruht in den Händen des Königs von Zion. Führe es gerecht, das Schwert der Gerechtigkeit.

Jan neigte ſich vornehm. Da wurde Muſik ver⸗