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Mann von dannen zu führen. Sie rißen ihn aus den Armen des kummervollen Vaters, und ſchleppten ihn zum Rathhauſe, ihn in den Kerker zu ſtoßen.
„Wähle, wähle!“ erwiederte Bockelſon auf alle Bitten Duſentſchuers,„ſein Leben iſt in Deiner Hand. Aber Du mußt Deinen Entſchluß gefaßt haben, bevor ich den Raths⸗ ſaal erreicht habe. So wie ich jene Schwelle überſchrit⸗ ten habe, iſt die Gnadenfriſt zu Ende, und ich will ſchon ſelber meine Sache zum glücklichen Ziele treiben.“
„Kann ich, darf ich denn thun, was Du verlangſt?“ fragte Duſentſchner halb entrüſtet, halb weinend:„Du wirſt den Stab Wehe über Zion ſchwingen, und ich hätte Schuld daran! Laß ab, und tritt zurück, Jan Bockelſon! Du handelſt nicht mehr nach dem Geiſte, Du fällſt in Babels Gefangenſchaft! Sieh, ſieh, Du waffneſt die Hei⸗ den, daß ſie Gewalt über das Volk des Herrn bekom⸗ men. Du wirſt unterliegen, glaube mir; ich weiſſage Dir jetzo.“
„Schweige, abergläubiger Thor, und vergehe in ohn⸗ mächtiger Verzweiflung!“ höhnte ihm der Prophet zu, und wollte ſich mit ſchnellen Schritten entfernen, denn die Wuth ſchwoll ihm bis an die Kehle.— Da ſtürzte ihm Peter Bluſt mit allen Zeichen des Schreckens ent⸗ gegen, ſchreiend:„Philiſter über Dir, Simſon! die Hölle will ſiegen, die Tage gehen zu Ende!“
Dicht hinter dem Andächtler donnerten die Tritte vieler gerüſteten Männer über Treppe und Gang. Jo⸗ hann Mollenhecke, der Schmied und geweſene Rathöherr, derſelbe, gegen den der Prophet ſeine Wappner entſendet, trat demſelben unvermuthet mit einem Schwarme ſeiner bewaffneten Anhänger unter die Augen. Die Verſchwor⸗ nen, aus ihrer Sicherheit aufgejagt, hatten beſchloſſen, plötzlich loszuſchlagen, und die Wurzel alles Uebels mit einem kühnen Streiche zu vertilgen. Wuth, Rachbegierde und die ängſtliche Haſt, ihrem eigenen Untergang zuvor⸗


