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Ueberfall ein Ziel geſteckt zu haben; denn der kleine Strom ging lebendig und eilig ſeinen Weg, während ringsum die Felder mit Schnee beſtrent, die größern Gewäſſer mit Eis bedeckt waren.— Nach der geringen Heldenthat ordnete der Führer des Trupps den Rückzug.
Und als ſte auf ſchnellen Pferden wieder zum Blach⸗ feld gekommen waren, wo der Galgen ſtand, ſammt ſei⸗ nen ſchauerlicheu Umgebungen, ſchnauften die Gäule hart, und die Reiter mußten ſie langſam ſchreiten laſſen. Da rief einer der Knechte, der ſich, bequem im Sattel ſitzend, umſchaute:„Junker von Schöneberg, ſeht doch rückwärts. Was glimmt und glitzert dort am Rand der Ebene? Der Schnee läßt mich nicht ſeh'n, ob nahe oder ferne die Dinger leuchten 2“
Der Fähndrich und all' die Seinigen ſchauten hin und erblickten eine Menge von kleinen funkelnden Punkten, die bald glühenden Kohlen, bald flackernden Flämmchen glichen.— Der Junker war der erſte, der ein Kreuz ſchlug. Ein anderer Reitersknecht ſagte muthiger:„Das ſind Sterne, die erſt aufgehen.“—„Warum nicht gar? ſeht ihr denn nicht, wie ſie tanzen auf und nieder, nach allen Seiten hin?“ fragte ein Dritter.—„Frrlicher, Hexenflammen!“ murmelten die Uebrigen, und der Junker befahl eiligſt:„Trabt aus, trabt aus! in der Nähe des Hochgerichts iſt's nimmer geheuer!“ Worauf ſie alle gern gehorchten und bald am Thore von Telgte eintrafen; der Junker begierig nach dem weichen Bette, die Reiſi⸗ gen nach ihrer warmen Streu. So entſchliefen ſie alle in Sicherheit.
Wenn aber unter Irrlichtern Kobolde verſtanden wer⸗ den, die den Wanderer irre führen, und in Sumpt und Verderben rennen, ſo hatten jene Reiter völlig Recht. Es waren die Lunten der Feinde geweſen, die ihnen nach⸗ ruͤckten. Die Biſchöflichen hatten einen weiten Vorſprung gewonnen, mochten nicht mehr von ihren Gegnern erreicht


