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ſolche, die von der Einladung auszunehmen nicht anſtän⸗ dig geweſen wäre.
Die Vorzüglichſten der Geſellſchaft befanden ſich am nächſten dem kleinen Erkervorſprunge, eine Frau mit langen und ſteifen, aber ehrlichen Geſichtszügen, die Gat⸗ tin des reichen Tuchhändlers Knipperdolling; neben ihr Anna, ihre Tochter aus erſter Ehe, deren roſiges Antlitz eben ſo viel Leichtſinn verrieth, als das der Mutter ge⸗ heimen Kummer ausdrückte; ferner Margaretha Tuneckens, eine Grobſchmiedin, und rüſtiges Mannweib; Lisbeth Dreier, eines vermöglichen Webers Frau; Hilla, ihre Bruderstochter, eine ſchwärmeriſch blickende, tief in ſich ſelbſt verſunkene Jungfrau von ſtattlichem Aeußern. Die Kürſchnerin Stahlhoven, eine Tochter der Roſenwirthin, an Dickleibigkeit mit ihr wetteifernd, aber von trägem Geiſte; Meta Michelſen, eine alte Jungfer und Bet⸗ ſchweſter, die unerbittlichſte Zunge und allzeitfertige Neuig⸗ keitsträgerin der Stadt; endlich einige unbedeutende Wei⸗ ber, die als Nachbarinnen geſchätzt, und als Geſellſchaf⸗ terin nie unerträglich wurden, weil ſie meiſtens nur zu⸗ hörten, und höchſtens ein„Ja“ oder„Nein“ von ſich ga⸗ ben.— Am Ende der ganzen Reihe ſaß die am ſpäteſten Gekommene, noch ſehr jung an Jahren und von der rei⸗ zendſten Geſtalt, an Hoheit und Ungezwungenheit einer Edelfrau zu vergleichen, die Gattin des Reiner Harder⸗ wick, eines Mannes, den die halbe Stadt für reich, die andere Hälfte für abgewirthſchaftet ausgab, und den im Grunde Niemand recht leiden mochte. In dem Geſichte der ſchönen Eliſabeth lag viel Entſchloſſenheit neben viel Herzensgüte, und ihre düſtere Stirne, die auf manchen übel verhehlten Unmuth ſchließen ließ, eine Miſchung von Trotz und Leiden, machte ſie um ſo anziehender.
Nachdem die Witterung beſprochen, und die Rede auf den Feſttag gekommen, hob Meta an, wiederzuerzählen, was am Vormittag die lutheriſchen Prädikanten von ih⸗


