Teil eines Werkes 
2. Band (1830)
Entstehung
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Arthur richtete ſich muͤhſam auf, ſah mit hhellen Augen Amalien an, druͤckte ſchwach ihre Hand und ſagte:»Weinet nicht um mich, meine Lieben alle, und heißet mich nicht ungluͤcklich, weil ich fruͤher hingehe denn ihr! Ich bin ja gluͤcklich, denn ich erfuhr noch die Liebe dieſes Engels. Ich bin gluͤcklich, denn ich gebe ja mein Leztes, mein Alles, mein Leben fuͤr dich, mein Maximilian. Erkenne mich doch ohne allen Argwohn fuͤr deinen guten Bruder und liebe mich uͤber das Grab hinaus! Beſuche nicht darum meine Ruheſtaͤtte, weil du mein einziger Erbe biſt, ſondern weil ich fuͤr dich geſtorben bin, und nichts freudiger thun konnte als dieſes, und wieder nichts Höheres als dieſes. Denke, dir ſey jetzt die Mutter erſt geſtorben, und dir, Amalie, der Bruder.«

Ach, die Mutter!« ſeufzte, in Thraͤnen aufgeloſt, der Bruder, und betrachtete und kuͤßte wehmuͤthig die immer verklaͤrter ſchimmernden