Teil eines Werkes 
1. Band, Der Jude : deutsches Sittengemälde aus der ersten Hälfte des fünfzehnten Jahrhunderts : 3. Theil (1838)
Entstehung
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Jubel, außer ſich vor Freude fiel er vor dem Junker auf die Kniee und jauchzte:Heil ſey Euch, Herr, und der Segen ves hochgelobten Gottes in Iſrael. Dank dem Propheten Elias und dem Fürſten der Barmherzigkeit, die gnädig re⸗ giert haben das Herz meiner lieben Eſther, die ich nun mit Freuden nenne mein eignes liebes Kind. Alſo belohnt der Herr die Treue, die an ihm hält feſt wie Eiſen und Gold⸗ Ihr hättet mir geben lönnen alle Kronen von Perl und Edelgeſtein, und ſie hätten nicht alſo erquickt mein Herz und meine Augen, als Eure Worte es gethan. Gern will ich ſeyn ein ſchlechter Jude, und unter Euern Schuhen der Staub, weil es alſo gekommen iſt; gern nicht mich brüſten mit dem Namen Eures Schwähervaters, und ohne mein Kind in Pracht und Herrlichkeit zu ſehen, umſonſt gekommen ſeyn zur Hochzeit. Doch, fügte er, ſich beſinnend, hinzu: Nein! umſonſt bin ich nicht da, geſtrenger Junker.Du meinſt des Geldeswegen, das Dir der Herzog ſchuldete? fragte Dagobert, der hinter Davids Rede jüdiſchen Eigen⸗ nutz witterte.Das Gold hat Deiner Tochter Gatte, Ivel, ſchon empfangen.Recht! erwiederte David ruhig: iſis doch meines Kindes Erbtheil, von dem ich nicht ge⸗ ſprochen, da ich einen größern Schatz trage aufmeiner Bruſt, die Haarlocke meiner Eſther, für welche ich einſt verra⸗ chen habe mein letztes verſtecktes Geld an den grauſamen Zodick; ein Kleinod, das mich ermannt hat in jeglicher Ge⸗ fahr, das mich geführt hat wie Zauberwert durch jedes Elend; löſtlicher denn Gold und Geſchmuck, das mir der hochgelobte Gott geſendet hat durch die Hand des Böſen, wie ſeine un⸗ erforſchliche Klugheit heilt durch Gift und reif macht durch Kummer, Mühe und Laſt. Nein, Herr! ich habe nicht