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geſendet, hat, vermittelſt des guten Litzachs, den Weg in meine Klauſur gefunden; in's Geheim; denn dazumal lebte der alte Superior noch, der mich zu meinem Heil un⸗ ter der ſtrengſten Aufſicht hielt. Dieſer Brief war mein Labſal, meine tägliche Erquickung am Morgen und am Abend: Du biſt ja der einzige Menſch, der mich liebend mit der Außenwelt,— ach— mit der fernſten— zuſammenhält! Empfange daher auch liebend dieſe Zeilen⸗ die mir, zu ſchrei⸗ ben, der neue Superior,— ein ſtiller Mann von vielem Kummer und Leiden,— erlaubt, und zu befördern verſpro⸗ chen hat. Vielleicht iſt dieſer Brief, an dem meine zitternde Hand ſchon eine Woche ſchreibt,— mein letzter Pulsſchlag an Dich; verzeihe alſo dem alten Vater die weitſchweifige Länge. Wenn ich jedoch noch tauſend Worte hinzuſetzen wollte— ſie würden alle heißen: Sey glücklich! ich liebe Dich! ich bete für Dich!“
Dieſes Schreiben eines nicht minder geliebten, einem grauſamen Lvos verfallenen Mannes, der mit kindlicher Un⸗ befangenheit und Hingebung dieſes Lvos duldete, es ſogar, in blinder Pflicht verſinkend, gerecht nannte, erſchütterte im tiefſten Gefühle den Empfänger. Sich den Feſſeln des Dien⸗ ſtes entreißend und den reinſten Sohnespflichten Gehör gebend, verließ James Braſilien, kam nach Liſſabon, ging, mit Em⸗ pfehlungen des Patriarchen verſehen, nach Rom, erbettelte vom Jeſuitengeneral, und vom Pabſte, des Fflegvaters


