„Ach, das ſüße Vaterland!“ ſeufzte Georg in ſeinem va⸗ terländiſchen Idiome.
„Geſegnet ſey es!“ antwortete ihm eine Mannesſtimme in denſelben Lauten. Georg erkannte beim Schimmer der Laterne den Landsmann und Schulfreund, Harry⸗Haverly. Deſſen Gefährten traten vorſichtig und leiſe auch herbei.— „Gott ſey gedankt, daß ich Euch hier finde,“ fuhr Harry fort,„das weiſſagt uns ein gutes Glück, das wir nicht gehofft.“
„Was ſoll die räthſelhafte Rede?“ fragte Georg entgegen. „So wißt Ihr denn nicht,“ ſagte Harry,„daß ſeit länger als einer halben Stunde der alte Bettelmönch mit ſeiner ganzen Schaar in aller Stille abgezogen? Vor einigen Mi⸗ nuten kam, nachdem ſich unſere Wache verloren, ein Neger, der uns die Kunde brachte, unſere Bande löste, und ſich eiligſt davon machte. Wir gingen auf's Gerathewohl um⸗ her, berathend, was wohl anzufangen ſey, als ich das eng⸗ liſche Wort hörte, das mein Herz erbeben machte. Wie kommt es jedoch, daß Ihr nicht zu den Abgezogenen gehört?“
„Man hat uns mit Vorbedacht zurückgelaſſen!“ entgegnete Georg nach einigem Ueberlegen:„in's Himmels Namen denn! Wer bis hieher half, wird auch weiter helfen.“
„So iſt denn das Unglück noch nicht müde, uns zu ver⸗ folgen!“ brach der Senator mit Unwillen aus. Juſtine be⸗ ruhigte ihn durch ihren Muth.—„Mein lieber Vater!“ ſagte ſie:„folgten wir denn bisher dem Glücke? Welches war unſer Loos im Gefolge jenes alten Prieſters? Flucht und Verfolgung; wie vor dem Einfall der Portugieſen ein Zwang, der dem freien Herzen widerſteht. Wir ſind uns jetzt ſelbſt überlaſſen. Beſſern konnten wir nicht auete werden;
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