.
41
„Ruhig! Du machſt Dich unglücklich, und mich noch elen⸗ der, als ich bin!“ ſprach Münzner begütigend zu dem auf⸗ lodernden James, der mit den Worten:„auch Sie mein Vater?“ die Hände ſinken, Alles mit ſich beginnen ließ.
Regidor und Alkade verſuchten, den Befehlen des ſtrengen Aculcho einige Milderung abzugewinnen, aber er faßte ihre ſchwächſte Seite, indem er ſagte:„Ihr ſeyd excommunicirt⸗ wenn Ihr länger widerſtrebt! Der junge Mann iſt ein un⸗ ſerem Hauſe Entſprungener, das Mädchen eine Ketzerin. Beide gehören vor unſer Gericht, und der Generalkapitän zu Buenos⸗Ayres mit all' ſeinen Schergen hat ihr Schickſal nicht zu ſchlichten.“
Das Wort:„Ketzerin“ machte die guten Leute, die um Juſtine beſchäftigt waren, zurücktreten. Auch Ines entfernte ſich, ſchüchtern ein Kreuz ſchlagend. James lachte bitter, und folgte finſter ſchweigend dem Alcaden, der ihn fortführte.
Der Regidor bedeutete Juſtinen, ihm ohne Widerrede zu folgen. Durch den Schleier ihrer Thränen emporſehend, fragte ſie erſchöpft:„wohin führt Ihr mich?“— Da aber der Regidor ihr nicht antworten konnte, und keiner derjenigen, die ihre Frage verſtanden, antworten wollte, ſo folgte ſie ihrem Führer wie ein Lamm mit den Worten:„gleichviel, wohin es geht. Nur aus dem Bereiche dieſer Menſchen, deren Blicke mich vergiften!“—
„Sie, Pater Laver,“ ſprach der Conſultador,„geben mir Ihr Prieſterwort, ſich nur, um nach Cordova und von dannen nach Europa zu gehen, aus der Doctrine zu entfernen, und Ihrem Zögling auf keinerlei Weiſe zum Entweichen behülflich ſeyn zu wollen!“—


