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Srſter Abſchnitt.
Der Freier.— Jakobinens Geheimniß.— Des Senators Tröſter.— Georg Birsher.— Tiſchgeſpräche. Häuslicher Sturm.— Juſtinens Opfer.— Abend⸗Unterhaltungen.— St. Sebaſtian und die heilige Pulcheria.— Das Geſpenſt.— Der Superior.— Seine Philoſophie.— Wuth der Leidenſchaft.— Qual der Schuld.— Neues Uungewitter.— Der Heilige unter den Myrthen.— Die Geiſterbannerin.— Verlobung.— Vor⸗ träge auf der Mailbahn.— Plaudern zur Unzeit.—
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Nothhaft war ſchon ſeit den erſten Frühſtunden im Hauſe des Senators herumgegangen,— glänzend, ſtrahlend, hof⸗ färtig wie ein Pfau. Feiertäglich geputzt, vom Dreſſenhute bis zur ſchweren Silberſchnalle am Korduanſchuh mit dem leuchtenden Abſatze, hatte er mehreremale an die Thüre des
Principals geklopft, und murrend von der Verſchloſſenen Abſchied genommen. So hielt er Schildwachtpoſten und Schildwachtgang durch's ganze Haus, getraute ſich aus
Reſpekt nicht den Fuß in der Senatorin Zimmer zu ſetzen, und hielt es unter ſeiner Würde, in die Schreibſtube zu treten, durch deren Fenſterchen Berndt den geputzten Wandler
mit neugierig neidiſchen Augen betrachtete. Endlich,— von mancher Priſe Tabak geſtärkt, und an dem Glauben hal⸗
. tend, daß Geduld Alles überwinde, beſiegte der Commis,


