Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1838)
Entstehung
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Wenn ich vom freien Lande Amerika's reden ſoll, er⸗ wiederte James,ſo bemeiſtert ſich meiner eine heilige Weh⸗ muth, denn mir gefiel es ſehr, obgleich eine frohe Jungfrau, wie Sie, nicht leicht dieſes Gefallen theilen möchte. Um New⸗York, in billiger Nähe, finden Sie kein ſtädtiſch Land⸗ haus: kümmerliche, flache Gärten nur, ohne Schatten, ohne Obdach, denn die Soldatenherrſchaft duldet im Umkteiſe von Stadt und Citadelle nicht Buſch, nicht Haus. Setzt man jedoch über's Waſſer, und dringt in's Innere vor, ſo geht für ein muthig Herz und ein kühnes Auge die Wonne an. Der angebauten Fluren ſind nur wenige, von ſtlaviſch pflügenden Coloniſten beſorgt, allein ringsum dehnen ſich Forſte, in deren Saum ſich nur bis jetzt die Art verirrte, Urwälder mit himmelhohen Bäumen und zahlreichem Wilde. Welch' ein herrlich Schauſpiel, auf ſolcher Waldſtraße hin⸗ zureiten, unterm dichten Lanbdach, durch welches nie der Sonne Strahlen dringen! Welch' ewiges Schweigen weit umher! ſo geeignet, das Gemüth zu erheben! Stundenlang bin ich oft im Graſe gelegen, und habe auf das Hacken des Hehers, auf das Fuchsgebell gehorcht; lauſchend unter den tauſendjährigen Säulen der Natur. Doch fördert man end⸗ lich gern den Weg, weil die Dämmerung naht, das wilde Gethier in ſeinen Lagern aufſteht, und vielleicht der Weg noch lange ſich ſtreckt, bis zu dem einſamen Blockhauſe, in dem der müde Wanderer das Nachtlager finden ſoll. Man erreicht des Waldes Ende, und ſieh, ein neues Schauſpiel feſſelt den entzückten Blick. Einer der Rieſenſtröme, die Amerika durchſchneiden, hemmt den Weg. Das Auge trägt laum bis an das jenſeitige Ufer, und ſtolz ſchaukeln ſich die Wogen des gewaltigen Fluſſes dahin. Da zeigt ſich ein