Teil eines Werkes 
3. Band, Der Jesuit : Charaktergemälde aus dem ersten Viertel des achtzehnten Jahrhunderts : 1. Band (1838)
Entstehung
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Sprache allein wollte es bei dem fleißigen Mädchen nicht

ſo fort. Die Ziſch⸗ und Gaumenlaute waren der Schulerin

zuwider, und eine Lehrerin nach der andern wich dem Un⸗ geſtüm Juſtinens, die auf Jener Nachläßigkeit den eignen Fehler ſchob. Die Zahl der, mit dem engliſchen Idiom ver⸗ trauten Frauen war in jener Stadt nicht groß; daher hatte Juſtine bald die Reihe durchgemacht. Die männlichen Lehrer ließen keinen beſſern Erfolg hoffen. Der Eine derſelben, ein grämlicher Alter, mit wunderlichen Launen, hatte ſchon nach der zweiten Lehrſtunde all ſeine Autorität eingebüßt; den zweiten, einen allbekannten Wuſtling, noch in rüſtigen Jah⸗ ren, trug der Vater billig Bedenken, bei der Tochter einzu⸗ führen. Der Zufall ſchlug ſich in's Mittel. An einem Tage ſaurer Geſchäfte handthierte und ordnete der Senator in eigner Perſon an dem Krahnenhauſe der Stadt. Beträcht⸗ liche Waarenſendungen in Ballen und Kiſten waren für ihn angekommen; nicht minder beträchtliche Ladungen wollte er dem dienſtfertigen Fluſſe anvertrauen. Seine rüſtigſten Handelsdiener, zwei junge und gewandte Leute aus guter Familie zur Seite, ging er am Ufer auf und nieder, befahl hier den ausladenden Bootsknechten, dort den herbeiſchaffen⸗ den Kärrnern. Der eine Diener, Berndt, revidirte, die Frachtbriefe und Geleitzettel in Händen; der andere Diener, Nothhaft, machte Zeichen und Zahlen auf die Frachtſtücke; um und um bewegten ſich rührige, geſchäftige Leute, und ein Treiben beſeelte die Vielen am Ufer, vom Centnerſchleppen⸗ den Laſtträger bis zu dem kleinen Buben herab, der die Theerpfanne hielt. Ein Einziger lehnte unbeſchäftigt, mit verſchränkten Armen an dem Krahnengebäude. Der Einzige mußte unter dem Getümmel dem Senator auffallen, als