Teil eines Werkes 
31. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1834)
Entstehung
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Wenn ich mir je Kinder gewuͤnſcht habe, ſo ſind es die geweſen, die ich dort im Hauſe fand: der kleine Conrad und die Salome mit ihren blauen Augen. In dem kleinen Conrad ſieckte etwas Beſſeres, als ein Pietiſt; naͤmlich ein wa⸗ ckerer Soldat. Aber er durfte ſich's nicht mer⸗ ken laſſen, und wurde ſomit leider etwas heim⸗ lich hypokrit. Salomo dagegen war immer die gute Stunde. Den Kindern iſt aber waͤhrend meines Aufenthalts etwas ganz Apartes paſſirt. Sie liefen an einem ſchoͤnen Morgen zuſammen vom Hauſe weg, und promenirten aus der Stadt. Wie es Mittag war, waren die Kleinen noch nicht retour. Der Kaufmann und ſeine Frau wa⸗ ren desperat, und bildeten ſich ſchon alles Böſe ein. Frau Chriſtiana jedoch, die viel maͤnnliches Ingenium beſaß, und nicht leicht den Kopf ver⸗ lor, jammerte nicht lange, ſondern ſchickte den Knecht und die Magd aus, um nach den kleinen Deſerteurs zu ſchauen. Mittlerweile kamen ſie auch richtig daher; es war ſchon drei Uhr des Nachmittags. Conrad bat in ſeinem und der