der Tag, und fromm, als ob ſie von Engeln er⸗ zogen worden wäre; dieß hinderte jedoch nicht, daß ſie den Vorſpiegelungen des Malers aus Eitelkeit ein williges Ohr lieh. Der Teufel freute ſich ſchon auf den feiſten Braten, denn wie Euch nach den koſtlichen Fritelle, ſo waͤſſert ihm das unſaubere Maul nach einer andaͤchtigen Seele.
Paola hatte aber eine beſondere Andacht zur heiligen Jungfrau, der ſie von ihrer Mutter ver⸗ lobt worden, und darum erbarmte ſich ihrer die großmaͤchtigſte Patronin, und gebot gerade dem Teufel, ſie vor der Wolluſt des Fremdlings zu ſchuͤtzen. Satan murrte, und wir koͤnnen's ihm nicht verargen, weil er alle Muͤhe umſonſt hatte, indem ihm der deutſche Ketzer ohnehin ſchon ge⸗ wiß war. Aber er muß thun, was ihm die Himmliſchen befehlen.
Tebaldo ſagte eines Tags zu Paola, da er ihr wieder begegnete:„Ich bewohne ein ganz ſtilles Haus auf dem quirinal'ſchen Huͤgel. Keine Seele iſt, welche Dich bei mir mit neugierigen


