fallſt Du mir in allen Ehren. Die Natur hat aus Deinem Halſe, Deinen Schultern, Deinen Armen Meiſterſtuͤcke gemacht, die nirgends ſonſt geſehen werden. Leihe mir dieſe Schaͤtze nur auf ein Paar Stunden fuͤr das Auge, damit ich ſie auf der Leinwand entwerfe, und Dich vere⸗ wige; das iſt nichts Boͤſes, und geſchieht nur zu Ehren des Schoͤpfers, und Leib und Seele hat keinen Schaden davon!“
Ach, durfte ich doch hinzuſetzen: daß ſolches Scharwenzeln und Schlangengeplander vergebens und in den Wind geſprochen ſey! Ihr wißt aber ſicherlich, geliebte Zuhdrer, ein jeder unter Euch, ohne Ausnahme, daß jenes Weib ſich dem Gelde des Fremden ergab, und dieſe Bluͤ⸗ the von dem Freier, der niemals wiederkam, ge⸗ pfluͤckt wurde, und daß den Kuͤnſtlern taͤglich neue Opfer in die Schlingen laufen. Aus der Schmeichelei ſproßt die Eitelkeit, hieraus das unbeſonnene Vertrauen, und aus demſelben die Schande. Die Schande bleibt aber niemals ver⸗


