Teil eines Werkes 
31. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1834)
Entstehung
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tragen. Der Maler hieß aber Theobald, und ein Mädchen aus dem guten Volk jenſeits der Tiber, welches auch dießmal dem heiligſten Vater treu blieb in der Stunde der Noth, hieß Paola. Das Mädchen trug duftendes Brod in die Stadt zum Verkauf, und brachte ſeinem Bruder, wel⸗ cher damals als Maurergeſelle an irgend einem Palaſte arbeitete, haͤufig eine kleine Erfriſchung zu ſeinem Vergnuͤgen. Auf einer dieſer Wan⸗ derungen wurde Paola von dem fremden Maler geſehen, der alſobald in ſchnoder Luſt fuͤr die Schoͤne entbrannte.

Die Schoͤnheit der Frauen iſt nur bei uns zu Hauſe, und das gluͤckliche Italien das Para⸗ dies der Liebhaber. Aber neugierig und ver⸗ ſchmitzt und eitel ſind auch unſere Weiber, und ſtehen darinnen den fremden wenig nach. Gott helfe Euch, guter Nachbar Lorenzo, der Ihr ſo kraͤftig nießet, und zwei huͤbſche Toͤchter habt!

Ihr beſtätigt meine Worte.

Paola bemerkte leichtlich, daß Theobald Ge⸗

fallen an ihr gefunden, und ihr auflauerte, ſo