Teil eines Werkes 
31. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1834)
Entstehung
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Nuͤtzt dieſen Kuͤnſtlern ihre Geſchicklichkeit, wenn ſie in ihre Heimath zuruͤckkehren, wo es kalt iſt, und wo man ſich in die Häuſer verkriechen muß, wo man die Bilder aus den Kirchen verdraͤngt, und das Volk wenig den unvernuͤnftigen Thieren nachſteht?

Ich will Euch ſagen, warum dieſe Leute zu uns kommen: entweder, um reuevoll Buße zu thun, und das Ketzerthum abzuſchworen, und das ſind die wenigſten; oder, wie die meiſten thun, Eure Sitten zu verderben, das Anſehen unſerer wuͤrdigſten Obrigkeit zu ſchmaͤlern, in Saus und Braus zu leben, und Eure Weiber und Toͤchter zu verfuͤhren, wenn ſie nicht ſogas den frechen Blick nach den dem Himmelsbraͤuti⸗ gam geweihten Jungfrauen emporheben. Billig fraget Ihr, wie der heiligſte Vater ſolch' Geſin⸗ del in den Mauern der geweihten Stadt dulden moͤge? Meine Antwort iſt: daß die Langmuth des Himmels unerſchopflich iſt, und die wohl⸗

thuende Sonne den Boͤſen wie den Gerechten

ohne Unterſchied beſcheinet.