Teil eines Werkes 
31. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 2. Band (1834)
Entstehung
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8 gung der Andacht und des Glanbens verkuͤn⸗ dige, daß es im rauhen Norden Länder giebt, wo der Olivenbaum nicht waͤchſ't, und der Lor⸗ beer nicht gedeiht, ſondern Oede und Unfrucht⸗ barkeit herrſcht. Eines dieſer Laͤnder iſt Deutſch⸗ land, woher die Ketzerei ſtammt, die wie eine freſſende Schlange allenthalben hinkroch, und nur unſer Vaterland, das geſegnete Italien verſcho⸗ nen mußte, weil es unmitlelbar unter dem Schutze des heiligſten Statthalters Gottes ſteht. Wuͤn⸗ ſchet Euch darum nicht, fremde Laͤnder zu beſu⸗ chen, weil der Italiener ſtirbt, wo er ſeinen Wein, ſeine Geſaͤnge und ſeinen Gott nicht findet.

Aber es iſt den verlorenen Schafen der Kir⸗ che gegeben, den Weg uͤber die Alpen zu ſuchen, und ſogar in die Naͤhe des heiligſten Stuhls Pe⸗

tri zu dringen, und ſie geben vor, entweder zu

ihrer Belehrung zu reiſen, oder die Kuͤnſte zu ſiudiren, deren Wiege und Triumph bei uns zu ſchauen iſt. Falſche Vorſpiegelungen jedoch! Braucht man zu reiſen, um gluͤcklich zu ſeyn?