Teil eines Werkes 
30. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 1. Band (1834)
Entstehung
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mich von den Strapazen der Reiſe zu erholen. Du machſt ein betruͤbtes Geſicht, Marquis? Sey unbeſorgt; ich fordere Deine Begleitung nicht. Du unterhaͤltſt Dich vortrefflich, und mußt hier bleiben, weil Du Dich amuͤſirſt. Ich fuͤr meinen Theil geſtehe, daß ich vor dem häͤß⸗ lichen Munde der Scudery, worinnen mir der gute Witz noch unertraͤglicher iſt, als die ſchlech⸗ ten Zähne, die Flucht ergreifen muß. Du jedoch, mein Freund, haſt ein verwandtes Herz gefun⸗ den, und die ſechzehnjaährige Frau vom Hauſe darf freilich ein Recht auf Dein freies Herz anſprechen.

Der Marquis, der ſeine ſchnell in ihm auf⸗ geglimmte Leidenſchaft verrathen ſah, ſtarrte Ni⸗ non mit beſtuͤrzten Augen an; aber das Fraͤu⸗ lein fuhr mit unbeſchreiblicher Ruhe und Naive⸗ tät fort:Ich wiederhole es, Marquis: Dein freies Herz. Ich gab Dir die Freiheit znruͤck, in dem Moment, als Du mich wieder frei nach Paris ziehen ließeſt. Unſer Roman hat wahr⸗ haftig lang genug gedauert. Wenn ich mir aus