Teil eines Werkes 
30. Band, Herbstviolen : Erzählungen und Novellen : 1. Band (1834)
Entstehung
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neidenswerthes Lvos hat unter Tauſenden kein Prieſter, und jede Entſagung wird mir doppelt leicht, ſeit ich den Freund umfangen darf, ewig mein e nen

Der Bruder kuͤßte ehrfurchtsvoll den Aermel des Paters, als dieſer letztere ſich bereit machte, die Treppe emporzuſteigen, und entfernte ſich nach dem Refectorium, wo heute eine große Tafel be⸗ reitet wurde, um alle die Gaͤſte zu bewirthen, die bei der Feierlichkeit des Profeſſes zu erwarten waren.

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Adalbert, der Bräutigam des Ordens, der am heutigen Tage zu den kirchlichen Geluͤbden, die ſeine Jugend geweiht, auch die kloſterlichen Eide fuͤgen wollte, lag auf ſeinen Knieen in der Zelle, die ihm ſchon, ferne von den uͤbrigen Ot⸗ densnovizen eingeraͤumt worden war. Die Blu⸗ menkrone, die ſein ernſtes mannliches Haupt ſchmuͤckte, ſtach ſonderbax gegen den duͤſtern Bart ab, der ſein Kinn umkraͤuſelte. Nur der ſchwär⸗