„Ja; ich habe ihn nicht aus den Augen verloren. Er ſteht unter den Jägern meiner Garde. Ein braver Offizier, der junge Dieudonné. Ich werde ihn einſt ſchmerzlich ver⸗ miſſen, wie alle meine tapfern Soldaten, die ſich auszeich⸗ neten— wie Sie, Herr Oberſt. Mit Ihrer Tapferkeit war ich immer zufrieden. Adieu.“
Der Oberſt eilte, was er konnte aus dem Pallaſt, um der Bewegung Herr zu werden, die in ihm wider ſeinen Willen aufſtieg. Der Sohn ſeines Freundes begegnete ihm auf dem Platze Ferrara. Die Freude des jungen Mannes war gränzenlos. Der Oberſt mußte ihm erzählen, wie ſich ſein Vater befinde und wie Alles in Paris ſtehe. Das Herz ves Jünglings pochte ängſtlich, als er hörte, wie ſein Vater dabei geweſen, als die feindlichen Colonnen die Anhöhen von Montmartre ſtürmten; er jubelte, zu vernehmen, daß Sans⸗Regret geſund davon gekommen. Er jubelte nicht minder bei der Nachricht, daß die Bevölkerung von Paris mit dem entſchiedenſten Haß die Gegenwart der fremden Truppen in der Hauptſtadt ſehe.
„Wir werden bald wieder dort ſeyn!“ frohlockte er mit ſoldatiſchem Feuer?„Paris wird das Grab der Barbaren werden. Unſere Truppen ſind voll Begeiſterung. Das Un⸗ glück ſpannt den Bogen ſchärfer. Die Verrätherei des Her⸗ zogs von Raguſa hat beigetragen, die Heldenſtimmung der Franzoſen zu vermehren. Sein Corps, das man nach Ver⸗ ſailles abgeführt, iſt in vollem Aufſtand. Die tapfern Krie⸗ ger ſehen ſich getäuſcht, und ihre Rache wird ſchrecklich ſeyn.“
„Eitle Hoffnung. Der Kaiſer hat abgedankt, und ſchon iſt der Bote in Paris, der dieſe Abdankung verkündet.“


