Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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Das Fräulein machte den Abſchied ſehr kurz, und Victor ging, die Bruſt bewegt von Freude und Sehnſucht, auf die Straße, nach ſeinem Hauſe. So wie er einige Schritte gegangen war, ſtieß er plötzlich auf Maronnier.

Dieſer erkannte ihn im ſelben Augenblick, faßte ihn bei der Hand, und ſagte mit bitterm Spott:Du biſt's, Ex⸗ Adjutant? gib mir Deinen Arm, daß wir miteinander gehen, um unſere Galle auszulaſſen. Kannſt Du Dir vor⸗ ſtellen, daß der kleine Korporal mein Geſuch um die Ent⸗ ſchädigung, die mir der Staat von Italien her noch ſchuldet, rund abſchlug? ich kann keinen Frank herauspreſſen, und mit dem Avancement bleib ich ſitzen, ich mag thun, was ich will. Warum hat auch Frankreich ſich einen ſolchen Chef geben müſſen? Der Revolution habe ich alles zu danken, ſo wie überhaupt die Leute meiner Farbe. Der Konſul verſtand es auch noch, den muthigen Neger hin zu kommandiren, wo die Gefahr am größten war; aber, da es ſich für den Kaiſer geziemte, meiner eingedenk zu ſeyn, gefällt ihm plötzlich Maronniers ſchwarzes Geſicht nicht. Seine Herren Marſchälle finden es vielleicht nicht geeignet, einen Mohren an der Spitze eines Regiments zu ſehen, und würden mich gerne als Beckenſchläger oder Trommler in eine Muſikbande verweiſen. Touſſaint hat's erfahren, wie man in Frankreich Wort und Treue hält. Aber der Teufel ſoll mich holen, wenn die Sachen noch länger ihren Beſtand haben können. Komm mit mir, Du armer Zurück⸗ geſetzter. Für uns hat der Staat nicht Orden noch Stellen; laß uns an einer andern Quelle Begeiſterung ſuchen.

Victor machte ſich von der fieberglühenden Hand Maron⸗ niers los, und verſetzte:Du biſt heute der Teufel in