Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 4. Theil (1838)
Entstehung
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durch den Pöbel machen. In dem Hafenbecken war alles lebendig; Kähne fuhren hin und wieder, die ſchwereren Fahrzeuge veränderten langſam ihren Platz, um der An⸗ näherung der Brandmaſchinen zu entgehen, die, ſchwarzen Ungeheuern gleich, drohend auf den Wellen ſchwammen, beleuchtet von den Flammen und Laternen der franzöſiſchen Schiffe. Die Eine dieſer Maſchinen machte ihre Exploſion, während ſie noch weit aus dem Bereiche irgend eines Fahr⸗ zeugs oder eines Ufers war; die andere wurde durch die muthige Entſchloſſenheit der Mannſchaft einer Kanonier⸗ ſchaluppe unſchädlich gemacht. Dieſe Tapfern, Seeleute und Landſoldaten, ſprangen mit Verachtung ihres Lebens auf das gefahrvolle Brandſchiff, ſuchten die Batterie, ent⸗ deckten ſie glücklich, und zerſtörten ſie, ehe noch das mecha⸗ niſche Rad, deſſen letzter Zacken das Pulver entzünden ſollte, ſeinen völligen Umſchwung genommen hatte. So groß nun zuvor die Beſtürzung geweſen, ſo gewaltig war jetzt die Freude des Volks. Unter fröhlichem Geplauder, Scherzen, Singen und Lachen, zog die Menge wieder ab, nachdem der Hafen⸗Kapitän erklärt hatte, daß keine Gefahr mehr zu befürchten ſey. Die luſtige Bewegung der Menſchenmaſſe war nicht minder ſchnell und fortreiſſend, als ihr angſtvolles Hinſtürmen. Victor, der ſein Haus verlaſſen, dem gefähr⸗ lichen Schauſpiel beigewohnt hatte, und ſich nun nach ſeinem Quartier zurück begab, bemerkte an der Mauer eines Hauſes eine Dame, welche mit vieler Mühe ihrem Kammermädchen forthalf, das ſich den Fuß übertreten hatte. Die Kleidung des Frauenzimmers, ſoweit Victor beim Schein der Laternen erkennen konnte, war die einer Frau von Stande in tiefer i ſprang der Oberſt hinzu, bat um die