erobern;“ ſagte Napoleon zufrieden, indem er vergaß, den Schleier der Verſchwiegenheit über ſeinen Planen feſtzuhal⸗ ten; etwas, was ihm öfter in froher Laune widerfuhr. Den Fehler wieder gut zu machen, drohte er mit ſcharfer Arm⸗ bewegung nach den engliſchen Küſten hinüber, und ſtieg mit den Worten:„Frankreichs Feinde ſollen zittern!“ vom Pferde. Er wandelte zu Fuß durch die Reihen, mit Sorg⸗ falt muſternd, vieles lobend, wenig tadelnd. Die Artillerie mit ihrem glänzend hergeſtellten Material, die verſuchten Linienregimenter, von denen viele in Egyptens Wüſten und Italiens Feldern neben ihm geſtanden, die leichten Truppen, voll von Feuer und unbändigem Muth,— nichts entging dem Scharfblick des Kaiſers. Er ſprach hin und wieder mit dieſem oder jenem Soldaten, hielt ſich bei den italieniſchen Regimentern auf, die ihn entzückt ihre Landesſprache reden hörten, verhieß Allen baldigen Krieg und Gelegenheit, ſich auszuzeichnen, und ließ bei jedem Corps den günſtigſten Eindruck zurück. Die Garde war diesmal die letzte Truppe, welcher er ſich nahte. Sein Antlitz wurde wo möglich noch freundlicher, als er zu ſeinen verſuchten Grenadieren trat. Ihm war wohl, unter dieſen gedienten Schnurrbärten, und wenn er gegen alle übrigen Truppen die Außenſeite des Feldherrn beibehielt, ſo hatte er hier die Miene eines Vaters angenommen. Langſamen Schritts ging er durch die Glieder, und Sans⸗Regret ſah ihn ſchon von Ferne auf ſich zukommen, ſah das Auge des Kaiſers auf ſich geheftet. Er hielt ſich ruhig unter den Waffen. Napoleon kam ihm ganz nahe, und blieb zögernd, wie erwartend, einige Au⸗ genblicke ihm gegenüber ſtehen. Sans⸗Regret hielt ſich ſteif wie zuvor. Der Kaiſer warf einen ſcharfen Seitenblick auf
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