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Das Lager von Boulogne.
Es war auf dem ſteilen Geſtade der ehemaligen Picardie. Der Tag graute, und eine ſilberne Helle, die nach und nach über das weite Meer zitterte, verkündigte den nahen Son⸗ nenaufgang. Die Stadt Boulogne war noch in ſtiller Ruhe, aber in dem Hafen, wo die Flotille lag, war alles ſchon Leben und Bewegung. Auf allen Schiffen, wie in den Forts, die den Hafen beſchützen, wurde die Diane geſchlagen, und unmittelbar hierauf tönten auch die Trommeln in den vier Heereslagern, die ſich längs der Dünen hinſtreckten, und von nah' und ferne ſchmetterten die Trompeten. Die Gaſſen der Lager wimmelten bald von Menſchen, und die Heeresmaſſen ſtellten ſich mit blankem Gewehr und fliegenden Fahnen auf, bereit zur Revüe, die der Kaiſer der Franzoſen heute abhal⸗ ten wollte. Um die Barake Napoleons, die im Lager zur Rechten von Boulogne erbaut worden war, trieb ſich ge⸗ ſchäftiges Gewühl von Offizieren, Ordonnanzreitern und Dienern aller Art. Victor, des Kaiſers Adjutant, trat, ſei⸗
nem Dienſte zu genügen, in das einfache Zimmer, worin


