Teil eines Werkes 
4. Band, Der Invalide : historische romantische Bilder unserer Zeit : 3. Theil (1838)
Entstehung
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erhalten, wenn ich auch vielleicht in Kurzem die Fahne ver⸗ laſſe.

Pah, pah! lachten die beiden Unteroffiziere:Ein Braver wie Du wird nicht an's Deſertiren denken, und zur Retraite iſt noch nicht die Zeit da. Der Teufel ſoll uns holen, wenn Du in zwanzig Jahren ſchon marſchfertig für das Himmelreich biſt.

Sans⸗Regret zuckte die Achſeln, ſchüttelte den Kopf, und entgegnete:Sehr verbunden für dieſe gute Meinung, doch glaube ich nicht, daß ich allzuviel Chevrons mehr auf den Aermel meiner Uniform ſetzen laſſen werde. Vor der Hand wollen wir luſtig ſeyn, unſere Gewehre auf gut grenadier⸗ mäßig über die Schulter hängen, den Säbel in die Fauſt nehmen, und zum Sturm abgehen nach Vincennes.

Kaum hatte der Sergeant ſeinVorwärts kommandirt, ſo ſetzten ſich die drei Waffengefährten in Bewegung, und hielten ſich in der Richtung zur Barriere du Trone. Das Geſpräch wurde, wie man leicht denken kann, ſehr lebhaft, beſonders weil hie und da noch eingekehrt wurde, um ſich auf dem weiten Weg zu reſtauriren. Am heftigſten wurde das Wortgefecht in der Nähe des Baſtillenplatzes, wo man kaum mehr eine Spur des ehemaligen Staatsgefängniſſes bemerken konnte. Neue Häuſer waren hingebaut, jedes Ueberbleibſel der Zwingfeſte vernichtet worden, aber das Volk kannte noch dieſe Stelle, und die Erinnerungen der vorbeigehenden Soldaten flammten ſiegreich empor. Gaillards Augen glänzten; er ſtreckte den Arm verwegen in die Luft, und rief:Hier bin ich erſt getauft worden! Hier ward ich erſt ein Menſch. Das war meine erſte Waffenthat, als ich, damals noch ein gemeiner Schilderhausoffizier unter den