habe. Dieſes war um ſo ſchwerer, als er ſchon öfters nicht recht bei ſich geweſen, indem ein Skalpelhieb, den er in Amerika empfangen..
Victor war leichenblaß aufgeſprungen, fiel der Rede des Doctors in die Zügel, und riß denſelben, während der Gargon ſammelnd herumging, in eine Ecke des Zimmers, wo er bald erfuhr, daß Sans⸗Regret lebe, daß Sans⸗Regret derjenige ſey, von dem der Doctor geredet, und daß er dem Invaliden allein ſein Leben verdanke.
„Er iſt geheilt? er iſt unverſehrt?“ jubelte der dankbare Victor, indem er den Doctor umhalste:„Bürger, Du giebſt mir meine Seligkeit zurück. Vollende aber Dein Werk. Führe mich zu ihm. Ich darf dieſes als ein Recht fordern. Denn ich bin es, für den er ſich geopfert.“
„Gerne! gar zu gerne!“ verſetzte der überraſchte Doctor: „Ich bin ſelbſt froh für den armen Teufel, den ich bisher nur um der Barmherzigkeit willen behandelte. Doch wär' es mir angenehm, wenn der Beſuch ſich bis Morgen früh verſchieben ließe. Ich muß das Gemüth des Geneſenen erſt prüfen, ob es auch im Stande ſey, eine ſolche Erſchütterung bereits zu ertragen. Ich fürchte ohnedies, daß eine ſire Idee noch zurückgeblieben ſeyn dürfte. Er plauderte mir ſo viel von ſeiner wohlhabenden Familie in Bretagne vor⸗ daß ich endlich, obſchon ungläubig, an die Adreſſe ſchrieb, die er mir angab. Die Antwort hätte längſt da ſeyn kön⸗ nen, aber dennoch verzweifelt er nicht, daß nicht Morgen ſeine ganze Famile erſcheinen werde, um ihn feierlich abzu⸗ holen. Ich möchte erſt darüber im Reinen ſeyn, und dann, Bürger Offizier...


